DIE FILMREIHE

Alle Vorstellungen beginnen um 20.00 Uhr, Eintritt frei

Ort: Audimax der Europa-Universität Viadrina
- Logenstr. 2 - Frankfurt/Oder

alle Filme mit Übersetzung

Die Auswahl der vorgestellten Filme, die wir begleitend zum Workshop zeigen, ist auf einen kleinen Ausschnitt beschränkt. Dennoch wurde versucht, Filme auszusuchen, die jeweils etwas Typisches darstellen in dem weitläufigen Feld „Stereotypen und Film in Deutschland und Polen“.

Der erste Film - „Die verbotenen Lieder“ - ist der Archetypus der Deutschendarstellung überhaupt, er wurde gleich nach seinem Start 1947 umgeschnitten, als man die Darstellung des deutschen Besatzers in der ersten Fassung für zu milde befand. Archetypisch ist dieser Film auch insofern, als dass er eine Auswahl an Darstellungsformen für deutsche Figuren vorstellt, die in allen folgenden Filmen keine wesentliche Änderung mehr erfährt. Deutsche kommen überhaupt nur in Filmen vor, die Krieg und Besatzung thematisieren, dort sind sie lediglich Nebenfiguren und sie haben eines gemeinsam: Sie sind Feinde.

Der Film „Wie ich den 2. Weltkrieg entfesselte“ steht hier für das Gros dieser „Kriegs“-Filme, von denen zwischen ´47 und ´89 über 70 produziert wurden.

Der dritte polnische Film dieser kleinen Reihe - „Das gelobte Land“ - stellt eine von sehr wenigen Ausnahmen dar: Hier sehen wir einen Deutschen, der nicht nur eine der Hauptfiguren des Films ist, sondern darüber hinaus auch ein Mensch mit negativen wie positiven Eigenschaften.

Der DEFA-Film „Die Schlüssel“ wurde in diese Reihe mitaufgenommen, um auch die „andere Seite“ zu illustrieren: er ist einer von insgesamt 5 DEFA-Filmen, in denen es in irgendeiner Weise um Polen geht. Diese geringe Anzahl an Filmen zeigt ein Mißverhältnis im Vergleich dazu, dass deutsche Figuren im polnischen Film einen festen Platz hatten. Dieses Mißverhältnis wird von bundesrepublikanischer Seite noch übertroffen: abgesehen von der Verfilmung der „Blechtrommel“ gibt es vor ´89 gar keine nennenswerten polnischen Fäden - weshalb an dieser Stelle auch kein westdeutscher Film gezeigt wird.

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